DPSG Kulmain

Über uns

Stamm Kulmain

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Gründungsjahr 1983 Mitgliederzahl ca. 120 aktueller StaVo Lisa Wolf und Kathrin Hecht
Weltorganisation World Organization of the Scout Movement (WOSM) Verband Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Diözese Diözesanverband Regensburg Bezirk Fichtelbezirk

Die Stammesvorsitzenden und -kuraten

Erster Stammesvorsitzender der DPSG Kulmain war Ludwig Melzner. Schon im Jahr 1984 wurde das Amt an Bernhard Reindl abgegeben. Ab 1987 wurde er von Johannes Birkner unterstützt, der ab 1988 die alleinige Vorstandschaft übernahm. 1991 wurde Markus Bäuml zum StaVo ernannt, der das Amt 7 Jahre inne hatte. 1993 gab es mit Ingrid Brandl (neben dem männlichen) auch erstmals eine weibliche Stammesvorsitzende, ab 1994 mit Karin Koch auch die erste Kuratin des Stammes überhaupt. 1997 wurde Markus von Thomas König unterstützt, der das Amt im Jahr darauf zusammen mit Günther Bäte übernahm. 1998 wurde außerdem das Amt des Stammeskuraten an Pfarrer Bernd Philipp abgegeben. 1999 wurde Günther alleiniger männlicher StaVo und Stefanie Stahl ,erst neben Ingrid und ab 2000 allein, weiblicher StaVo der DPSG Kulmain. 2005 wurde Günther von Harald Tretter abgelöst. 2006 teilte sich Stefanie das Amt des weiblichen StaVos zunächst mit Julia Landgraf, die es zusammen mit Bianca Tretter 2007 komplett übernahm. 2008 war Bianca alleinige Vorsitzende der DPSG Kulmain. Seit der Stammesversammlung 2009 ist Nicole Vornhof Stammesvorsitzende, die Stelle des zweiten StaVos war zunächst nicht besetzt. Pfarrer Markus Bruckner übernahm das Amt des Stammeskuraten. Zur Stammesversammlung 2011 konnte Julia Kellner für das Amt des zweiten Vorstands gewonnen werden. 2012 übergab Nicole Vornhof das Amt an Manuel Schraml, Pfarrer Markus Bruckner wurde für das Amt des Kuraten wiedergewählt. Mit der Stammesversammlung 2014 beendete Julia ihre Amtszeit, zu ihrem Nachfolger wird Lukas Birkner gewählt. 2015 übergab Manuel Schraml das Amt des Stammesvorsitzenden an Lisa Wolf, Pfarrer Markus Bruckner wurde zum Stammeskuraten wiedergewählt. Im Jahr 2017 übernahm Kathrin Hecht das Amt des Stammesvorsitzenden von Lukas Birkner, während Pfarrer Markus Bruckner für eine weitere Periode gewonnen werden konnte.

StaVos 2017

Die Pfadfinderbewegung

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Die Pfadfinderbewegung ist eine internationale Erziehungsbewegung mit mehr als 38 Millionen aktiven Mitgliedern in 216 Ländern und Territorien. Sie ist religiös und politisch unabhängig, sowie Menschen aller Nationalitäten und Glaubensrichtungen offen. Ziel ist die Förderung der Entwicklung junger Menschen, damit diese bewusst Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen können. Bis heute waren ca. 300 Millionen Menschen Mitglied der Bewegung.

Gedenkstein auf Brownsea Island 1907 wird auf Brownsea Island von Robert Baden-Powell das erste Pfadfinderlager mit 22 männlichen Teilnehmern abgehalten. Der Brite entwickelt aus diesen Erfahrungen die Prinzipien der Pfadfinderbewegung. Ein Jahr später veröffentlicht Baden-Powell das Buch "Scouting for Boys", das bis heute ein wichtiges Grundlagenwerk der Pfadfinderarbeit ist.

1909 findet das erste große Pfadfindertreffen im Londoner Crystal Palace mit 11.000 Teilnehmern statt. Da die Veranstaltung, die wie die gesamte Pfadfinderbewegung bis dahin an Jungen gerichtet ist, auch von vielen Mädchen besucht wird, soll schon bald eine weibliche Pfadfinderbewegung gegründet werden.

1910 werden die weiblichen "Girl Guides" gegründet, die zunächst von Schwester Agnes Baden-Powell und ab 1912 von Ehefrau Olave Baden-Powell geleitet werden.

1919 schenkt William De Bois Maclaren das 44 Hektar große Gelände des Gilwell Parks der Boy Scouts Association, wo schon kurz darauf die ersten Ausbildungskurse für Pfadfinderleiter abgehalten werden. Im gleichen Jahr wird das International Council für die weltweite Zusammenarbeit der Pfadfinderinnen gegründet, aus dem 1928 die World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) hervorgeht.

1920 wird in London für die männlichen Pfadfinder das International Bureau gegründet, das später seinen Namen in World Organization of the Scout Movement (WOSM) ändert.

Die Prinzipien der Pfadfinderbewegung

sind ein Verhaltenskodex , der für alle Mitglieder gilt. Die WOSM nennt drei Grundprinzipien:
  • Die Pflicht gegenüber Gott
  • Die Pflicht gegenüber Dritten
  • Die Pflicht gegenüber sich selbst
Anstelle von "Pflicht gegenüber Gott" wird oft auch allgemein von einer Verpflichtung gegenüber einer höhreren Macht gesprochen.

Das Pfadfindergesetz

(Fassung 2005, DPSG)

Als Pfadfinderin/Pfadfinder...

Gesetz 1

... begegne ich allen Menschen mit Respekt und habe alle Pfadfinderinnen und Pfadfinder als Geschwister.

Gesetz 2

... gehe ich zuversichtlich und mit wachen Augen durch die Welt.

Gesetz 3

... bin ich höflich und helfe da, wo es notwendig ist.

Gesetz 4

... mache ich nichts halb und gebe auch in Schwierigkeiten nicht auf.

Gesetz 5

... entwickle ich eine eigene Meinung und stehe für diese ein.

Gesetz 6

... sage ich, was ich denke, und tue, was ich sage.

Gesetz 7

... lebe ich einfach und umweltbewusst.

Gesetz 8

... stehe ich zu meiner Herkunft und zu meinem Glauben.

Das Pfadfinderversprechen (DPSG)

Ich ... verspreche auf meine Ehre und nach besten Kräften:
  • Meine Pflicht gegenüber Gott und der Kirche zu erfüllen,
  • Meinen Mitmenschen jeder Zeit zu helfen,
  • Dem Pfadfindergesetz zu gehorchen.

Der Gründer Robert Baden-Powell

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1857 wird der Gründer der Pfadfinderbewegung Lord Robert Stephenson Smyth Baden-Powell of Gilwell am 22. Februar in London geboren. Er wird hauptsächlich von seiner Mutter aufgezogen, da sein Vater, ein Professor für Theologie und Geometrie an der Universität Oxford, stirbt als er 3 Jahre alt ist. Der junge Baden-Powell wir stark von seinem Großvater geprägt, der die Abenteurlust ihn ihm weckt. Bereits in seiner frühen Kindheit erkennt er das Leid in den Armenvierteln von London und fasst den Entschluss daran etwas zu ändern. Als er nach seiner Schulzeit die Aufnahmeprüfung der Universität Oxford nicht besteht, besucht er die Militärakademie Sandhurst. Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung

1876 wird B.P. (sprich engl. Bi Pi), wie er von seinen Kameraden aufgrund seiner Anfangsbuchstaben genannt wird, nach Indien versetzt, wo er schon die ersten Ansätze zu Ideen entwickelt, die später in der Pfadfinderbewegung eine zentrale Rolle einnehmen sollen. Allerdings bekommt er hier auch die ersten Zweifel am Sinn von Kriegen. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten im Spurenlesen wird er beauftragt die Spurenleser (Scouts) auszubilden. Daraufhin folgen zahlreiche Versetzungen nach Afrika und zurück nach England, wo Baden-Powell inzwischen großes Ansehen aufgrund seiner militärischen und diplomatischen Erfolge genießt. Von Eingeborenen Afrikas, die ihn in weiteren Waldläufertechniken unterrichten, erhält er den ehrenvollen Namen "Impeesa", d.h. "Der Wolf, der nie schläft".

1899 muss er wieder nach Afrika, denn der 2. Burenkrieg ist ausgebrochen. Von Anfang an versuchen die Buren den überall bekannten Oberst Baden-Powell gefangen zu nehmen, doch er kann ihnen jedesmal entkommen. Durch die Verteidigung der Stadt Mafeking gegen die zahlenmäßig überlegenen Buren wird er in England zum Kriegshelden. Doch Baden-Powell hat nun genug von den Schrecken des Krieges und wehrt sich gegen den Heldenstatus. Er gründet eine britisch-burische Polizeitruppe, wodurch er viel zum Frieden im Land beiträgt.

1910 beendet er seine militärische Karriere als Generalleutnant um nun seine ganze Kraft in die von ihm gegründete Pfadfinderbewegung zu stecken.

1912 heiratet er seine Frau Olave, die er auf einer Weltreise kennen gelernt hat. Die Pfadfinderbewegung wird daraufhin weiter ausgebaut.

1929 wird er zum "Lord of Gilwell", geadelt. 10 Jahre zuvor hat ihm William De Bois Maclaren, ein Mitglied des schottischen Adel-Clans der Maclaren, das Gebiet des Gilwell Parks geschenkt.

1935 wird ihm als erstem Pfadfinder die höchste Auszeichnung, der "Bronze Wolf",einstimmig durch das "International Komitee" in Stockholm verliehen.

1941 stirbt Baden-Powell am 8.Januar im Alter von fast 84 Jahren in Nyeri in Kenia. Auf seinem Grabstein ist ein Kreis mit einem Punkt, das Wegzeichen für "Habe meine Aufgabe erfüllt, bin nach Hause gegangen". In Form eines Briefes verabschiedet er sich von der Pfadfinderschaft:

Liebe Pfadfinder!

In dem Theaterstück "Peter Pan", das Ihr vielleicht kennt, ist der Piratenhäuptling stets dabei, seine Totenrede abzufassen, aus Furcht, er könne, wenn seine Todesstunde käme, dazu keine Zeit mehr finden. Mir geht es ganz ähnlich. Ich liege zwar noch nicht im Sterben, aber der Tag ist nicht mehr fern. Darum möchte ich noch ein Abschiedswort an Euch richten. Denkt daran, dass es meine letzte Botschaft an Euch ist, und beherzt sie wohl.

Mein Leben war glücklich, und ich möchte nur wünschen, dass jeder von Euch ebenso glücklich lebt.

Ich glaube, Gott hat uns in diese Welt gestellt, um darin glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen. Das Glück ist nicht die Folge von Reichtum oder Erfolg im Beruf und noch weniger von Nachsicht gegen sich selbst. Ein wichtiger Schritt zum Glück besteht darin, dass Ihr Euch nützlich erweist und des Lebens froh werdet, wenn Ihr einmal Männer sein werdet.

Das Studium der Natur wird Euch all die Schönheiten und Wunder zeigen, mit denen Gott die Welt ausgestattet hat. Euch zur Freude. Seid zufrieden mit dem, was Euch gegeben ist, und macht davon den bestmöglichen Gebrauch. Trachtet danach, jeder Sache eine gute Seite abzugewinnen.

Das eigentliche Glück aber findet Ihr darin, dass Ihr andere glücklich macht. Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als Ihr sie vorgefunden habt.

Wenn dann Euer Leben zuende geht, mögt Ihr ruhig sterben im Bewußtsein, Eure Zeit nicht vergeudet, sondern immer Euer Bestes getan zu haben.

Seid in diesem Sinn "allzeit bereit", um glücklich zu leben und glücklich zu sterben. - Haltet Euch immer an das Pfadfinderversprechen, auch dann, wenn Ihr keine Knaben mehr seid.

Euer Freund

Baden Powell of Gilwell

Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg

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Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg, kurz DPSG, ist mit ca. 95.000 Mitgliedern der größte Pfadfinderverband Deutschlands. Der katholische Verband ist Mitglied im Ring deutscher Pfadfinderverbände (RdP) und somit Mitglied der WOSM.

1909 kommt der Pfadfindergedanke nach Deutschland. Der Stabsarzt Dr. Alexander Lion führt den Begriff "Pfadfinder" für das engl. Wort "Scout" ein und verbindet seine Ideen von Jugendarbeit mit denen Baden-Powells.

1914 gibt es zu Beginn des 1. Weltkriegs bereits 110.000 Pfadfinder, die allerdings aufgrund verschiedener Interpretation des Pfadfindergedankens in unterschiedliche Gruppierungen zersplittert sind.

1929 schließen sich die Stämme am 7. Oktober in Altenberg zur Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg zusammen. Die Mitgliederzahl wächst in den 30ern von 800 auf 9.000.

1930 beschließt die DPSG ihr Pfadfindergesetz, dass bis 2005 erhalten bleibt. Außerdem wird die Einführung der Kluft und die vorläufige Bundesordnung festgelegt.

1934-1945 hat der Verband schwere Konflikte mit dem Nationalsozialismus. Nach und nach werden Kluft, Banner und Abzeichen verboten. Es kommt zu Auseinandersetzungen mit der Hitlerjugend. Schließlich kann die DPSG nur als Untergrundorganisation überleben.

1946 Nach der Neugründung zahlreicher Pfadfindergruppen nach Ende des 2. Weltkriegs, wird eine neue Bundesordnung beschlosssen.

1949 wird eine neue Struktur und Kluft für die DPSG festgelegt. Rüsthaus und Georgsverlag werden gegründet. Über den Ring deutscher Pfadfinderverbände wird die DPSG ein Jahr später Mitglied der WOSM. Die Mitgliederzahl ist auf über 20.500 angewachsen.

1966 wird das aktuelle Lilienbanner (siehe rechts) eingeführt. Lilienbanner der DPSG

1971 Nun können auch Mädchen und Frauen offiziell Mitglied werden

1987 wird wiederum eine neue Ordnung beschlossen.

1995 wird die Mitbestimmung von Kindern auf Stammesebene eingeführt.

2005 beschließt die Bundesversammlung der DPSG eine moderne Verbandsordnung und ein modernes Pfadfindergesetz.